Vor 10 Tagen bin ich aus Nordindien zurück gekehrt. Unsere Gemeinde ist dort mit einem ganzen Netzwerk von Ortsgemeinden eng verbunden. Wir haben eine Gruppe Jugendliche mitgenommen um in verschiedenen Gemeinden Kinderlager zu veranstalten. An den zwei Sonntagen an denen wir dort waren predigten einige der Leiter aus dem Team in drei verschiedenen Gemeinden. Pastor Singh, der Gründer der des Gemeindenetwerkes, arbeitet schon seit 3 Jahrzehnten in der Region. Hier sind einige Gedanken zu seinem Dienst die mich stark beeindruckt haben.
1. Er dient Gott treu in den kleinen Dingen! Pastor Singh ging es nie um die großen Massen, und es ist nicht in seinem Sinne einen Personenkult um sich aufzubauen. Stattdessen dient er Gott treu im unscheinbaren und den kleinen Dingen. Seine eigene Gemeinde hat gerade mal 50 Gottesdienstbesucher, aber dafür war in den letzten 30 Jahren an der Gründung von vielen kleineren Ortsgemeinden in den umliegenden Ortschaften beteiligt und das Netzwerk von Gemeinden und Ortsgemeinden die mit ihm in enger Verbundenheit stehen beläuft sich auf 150 Gruppen. Apropos Gott im kleinen dienen: Eines Morgens als ich draußen meine Stille Zeit machte, sah ich Pastor Singh im Hof das knöcheltiefe Wasser vom nächtlichen Monsunregen in den Abfluss kehren.
2. Er bildet seit Jahren junge Männer zu pastoren aus. Pastor Singh nimmt den Missionsbefehl in Matthäus 28 ernst und er "macht zu Jüngern alle Nationen!" Schon seit Jahren ist er vorbildlich in der Jüngerschaft unterwegs. Ein junger Mann den vor 17 Jahren durch ihn zum Glauben gekommen ist, und den er über Jahre unter seine Fittiche genommen hat, ist seit 3 Jahren der Hauptpastor einer wichtigen Partnergemeinde in einem Vorort der Stadt. Auf dem Gelände des Gemeindezentrums leben ca. 5-8 junge Männer die Tag ein Tag aus von Pastor Singh und den anderen Pastoren betreut werden.
3. Er vertraut auf die Kraft des Evangeliums. In einem Land wo Aberglaube und Pluralismus über all präsent sind, wäre es sehr verlockend Kompromisse einzugehen, wie z.B. den Aberglaube der Menschen mit vermeintlichen "Wunderheilungen" zu befriedigen oder aber Jesus als zusätzlichen Gott in den Pantheon der hinduistischen Gottheiten einzugliedern. Aber Pastor Singh will nichts von solch einem verwässerten Evangelium wissen, sondern er vertraut auf die Kraft des ewigen Wort Gottes, wie sie uns in der Heiligen Schrift offenbart wurde, und verkündet diese Botschaft von der Sündenvergebung durch das Opferlamm Jesus Christus, unerschrocken.
Diese Eigenschaften sind mir an Pastor Singh besonders aufgefallen. Bestätigt fand ich mich in meinem Glauben in der unerschütterlichen Kraft des Evangeliums, das für jedes Volk und jede Nation die gleiche Botschaft ist: "Christus ist – in Übereinstimmung mit den Aussagen der Schrift –
für unsere Sünden gestorben. Er wurde begraben, und drei Tage danach hat Gott ihn von den Toten auferweckt – auch das in Übereinstimmung mit der Schrift." - 1. Kor. 15,3-4
"Jeder von uns soll auf den anderen Rücksicht nehmen und danach fragen, was gut für ihn ist und was ihm im Glauben weiterhilft." - Römer 15,2
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Donnerstag, 19. Juli 2012
Dienstag, 29. November 2011
Die frohe Botschaft der Bibel
Matthias Lohmann, Pastor in der FEG München-Mitte hat letzten Sonntag eine exzellente Predigt zu Römer 10,13-17. Es ist keine komplexe Predigt, sondern eine die uns zurück nimmt zum Herz des Evangeliums: Wir Menschen haben uns in unserer Sünde von unserem Schöpfer abgewandt. Wir haben gegen den König des Universums rebelliert und sind zum Hochverrat verdammt. Aber Gott ist auch ein liebender Vater und so schickt er seinen ewigen Sohn Jesus Christus auf die Erde. Jesus wir Mensch und lebt unter uns, er erlebt die gleichen Versuchungen die wir erleben, aber er sündigt nicht. Dieser Gott-Mensch ist der einzige der das Leben verdient hat, aber er geht freiwillig in den Tod am römischen Henkerkreuz um Gottes gerechten Zorn gegen die Sünde der Menschen auf sich zu nehmen. Jetzt können alle die den Namen Jesus anrufen, die auf seine Gerechtigkeit und sein vollendetes Werk am Kreuz hoffen, gerettet werden. Das ist die Frohe Botschaft der Bibel und Römer 10 zeigt uns wie diese Frohe Botschaft hinausgeht und in aller Welt verkündet wird, damit Menschen aus jedem Land und Stamm Jesus Christus als Herrn und Retter anbeten und nicht mehr als Feinde Gott gegenüber stehen, sondern als Kinder des Allmächtigen.
Hier der Link zur Predigt!
Hier der Link zur Predigt!
Montag, 3. Oktober 2011
Tag der Deutschen Einheit und das Evangelium!
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Heute ist der 21. Jahrestag der Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland. Es ist ein Tag an dem wir mit Dankbarkeit zurückblicken können, denn wer hätte vor 22 Jahren gedacht, dass die trennende Mauer zwischen unserem Volk zerstört wird.
Ich kann mich noch als kleiner Junge daran erinnern als wir die Bilder vom Mauerfall im November 1989 auf unserem Fernseher flimmern sahen. Mein Vater hatte vor Freude geweint. Wie die aller meisten aus seiner Generation hatte er es nie für möglich gehalten, dass Deutschland vereinigt wird. Im Zeitalter des Kalten Krieges sprach eher alles gegen eine Wiedervereinigung, und somit hatte eigentlich nach über 40 Jahre Trennung keiner an das Wunder geglaubt.
Aber das Unmögliche traf ein, das was sich jeder in seinen Träumen erhofft hätte, wurde eine Realität! Natürlich gab es politische und wirtschaftliche Faktoren, welche die Wiedervereinigung begünstigten, aber letztenendlich muss man dieses Wunder einem allmächtigen und souveränen Gott zuschreiben, welcher die Welt in seiner Hand hält, welcher Königreiche einsetzt und absetzt (Daniel 2), ein Gott der das Herz des Königs in seiner Hand hält (Spr. 21:1).
Doch die größte Wiedervereinigung überhaupt, ist nicht die von einem gespaltenen Land, sondern von einem heiligen Gott und einer rebellierenden Menschheit. Die Ausgangslage ist noch viel hoffnungsloser und aussichtsloser, denn der Mensch ist seit dem Sündenfall getrennt von Gott, von Natur aus sind wir "Kinder des Zorns" (Eph. 2:3), da wir uns alle von Gott abgewandt haben. Aber aufgrund von Gottes großer Liebe und seiner reichen Gnade hat er einen Schlichter geschickt, der die Feindschaft zwischen uns und Gott aufheben soll. Dieser Schlichter ist Jesus Christus, der ewige Sohn Gottes, am Kreuz nimmt er den Zorn Gottes auf sich, in dem er für unsere Sünden stirbt. Er hat uns mit Gott versöhnt und die Feindschaft getötet (Eph.2:16). Durch Jesus kann ein heiliger Gott mit unreinen Sündern vereinigt werden. Die Kinder des Zorns werden zu Kinder Gottes!
Das ist die beste, schönste, größte, unerwartetste, wichtigste Wiedervereinigung überhaupt: zwischen Gott und Mensch! Ich hoffe dass die Wiedervereinigung unseres Landes uns zeigt, dass wir alle diese größere Wiedervereinigung brauchen. Gott hat den Weg dafür freigemacht, in dem er seinen eigenen Sohn sandte.
"Das ist das Fundament der Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühneopfer für unsere Sünden zu uns gesandt hat" - 1. Johannes 4:10
Samstag, 17. September 2011
Zurück auf der Arabischen Halbinsel
Seid knapp zwei Wochen sind wir nun wieder in unserer Wahlheimat Dubai auf der Arabischen Halbinsel.
Wir hatten eine sehr gute und gesegnete Zeit in Deutschland in der wir viel Zeit mit Familie und Freunde verbringen konnten. Nun sind wir aber auch froh wieder hier zu sein und in den Alltag einzusteigen.
Wir feiern Freitags Gottesdienst, da wir in einem moslemischen Land leben, und das der wöchentliche Feiertag ist. Gestern feierten wir also Gottesdienst und Julia und mir wurde vorallem durch die Predigt zu Römer 1:8-17 neu bewusst warum wir hier sind.
Die Gemeinde in Rom im 1. Jahrhundert war aufgrund ihres starken Glaubens in der ganzen Welt bekannt (v. 8). Paulus war begeistert davon, und er wollte die römischen Christen besuchen um sie weiter im Glauben zu ermutigen, und selbst durch sie ermutigt zu werden (v. 11-12). Paulus schreibt diesen Brief an die Römer um sich ihnen vorzustellen, um sie in der Lehre des Evangeliums zu unterweisen, um ihnen mitzuteilen, dass er den Wunsch hegt sie zu besuchen, und von Rom aus weiter Richtung Westen nach Spanien reisen will um dort das Evangelium zu predigen (Röm 15:20-24).
Die Gemeinde in Rom sollte also als Plattform dienen von der das Evangelium in noch unerreichte Gegenden gelangen sollte. So sah es zumindest der Apostel Paulus. Unser Pastor forderte uns heraus, dass Dubai ähnlich wie Rom im 1. Jahrhundert eine enorm strategische Stadt für die Verbreitung des Evangeliums ist. Dubai ist eine Weltstadt, mitten im 10/40 Window, wo die unerreichtesten Völker der Welt leben. Er forderte uns heraus, dass wir als Gemeinde auch so eine Plattform für das Evangelium sein sollen, wie die römische Gemeinde.
Damit wir aber eine Plattform für das Evangelium werden können, müssen wir von der Kraft des Evangeliums getrieben und ermächtigt sein. Verse 16 sagt uns, dass das Evangelium die Kraft Gottes ist, die jedem der glaubt, Rettung bringt. Das Evangelium ist die Frohe Botschaft, dass Jesus für Sünder gestorben ist, der Gerechte für die Ungerechte, damit jeder der seine Sünden bekennt und daran glaubt, dass Jesus für ihn gestorben ist das Ewige Leben haben wird. Im Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart, eine Gerechtigkeit die durch den Glauben kommt (v. 17). Luther hat mit diesem Vers lange gerungen, aber als Gott Ihm die Augen öffnete und er verstand, dass diese Gerechtigkeit Gottes uns im Glauben zugerechnet wird, dass wir durch den Opfertod von Jesus seine Gerechtigkeit bekommen, und unsere Werke im Bezug auf unsere Rechtfertigung vor Gott keine Rolle mehr spielen, dann brach der Bann und die Reformation kam so richtig ins Rollen.
Darum sind wir hier in Dubai, weil wir uns wie Paulus offen und ohne uns zu schämen zu dieser Botschaft bekennen, denn wir wissen, dass es die Kraft Gottes ist zur Rettung all derer die glauben, und weil wir mit unserer Gemeinde eine Plattform sein wollen, von dem das Evangelium zu denen gelangt, die es noch nie gehört haben.
Wir hatten eine sehr gute und gesegnete Zeit in Deutschland in der wir viel Zeit mit Familie und Freunde verbringen konnten. Nun sind wir aber auch froh wieder hier zu sein und in den Alltag einzusteigen.
Wir feiern Freitags Gottesdienst, da wir in einem moslemischen Land leben, und das der wöchentliche Feiertag ist. Gestern feierten wir also Gottesdienst und Julia und mir wurde vorallem durch die Predigt zu Römer 1:8-17 neu bewusst warum wir hier sind.
Die Gemeinde in Rom im 1. Jahrhundert war aufgrund ihres starken Glaubens in der ganzen Welt bekannt (v. 8). Paulus war begeistert davon, und er wollte die römischen Christen besuchen um sie weiter im Glauben zu ermutigen, und selbst durch sie ermutigt zu werden (v. 11-12). Paulus schreibt diesen Brief an die Römer um sich ihnen vorzustellen, um sie in der Lehre des Evangeliums zu unterweisen, um ihnen mitzuteilen, dass er den Wunsch hegt sie zu besuchen, und von Rom aus weiter Richtung Westen nach Spanien reisen will um dort das Evangelium zu predigen (Röm 15:20-24).
Die Gemeinde in Rom sollte also als Plattform dienen von der das Evangelium in noch unerreichte Gegenden gelangen sollte. So sah es zumindest der Apostel Paulus. Unser Pastor forderte uns heraus, dass Dubai ähnlich wie Rom im 1. Jahrhundert eine enorm strategische Stadt für die Verbreitung des Evangeliums ist. Dubai ist eine Weltstadt, mitten im 10/40 Window, wo die unerreichtesten Völker der Welt leben. Er forderte uns heraus, dass wir als Gemeinde auch so eine Plattform für das Evangelium sein sollen, wie die römische Gemeinde.
Damit wir aber eine Plattform für das Evangelium werden können, müssen wir von der Kraft des Evangeliums getrieben und ermächtigt sein. Verse 16 sagt uns, dass das Evangelium die Kraft Gottes ist, die jedem der glaubt, Rettung bringt. Das Evangelium ist die Frohe Botschaft, dass Jesus für Sünder gestorben ist, der Gerechte für die Ungerechte, damit jeder der seine Sünden bekennt und daran glaubt, dass Jesus für ihn gestorben ist das Ewige Leben haben wird. Im Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart, eine Gerechtigkeit die durch den Glauben kommt (v. 17). Luther hat mit diesem Vers lange gerungen, aber als Gott Ihm die Augen öffnete und er verstand, dass diese Gerechtigkeit Gottes uns im Glauben zugerechnet wird, dass wir durch den Opfertod von Jesus seine Gerechtigkeit bekommen, und unsere Werke im Bezug auf unsere Rechtfertigung vor Gott keine Rolle mehr spielen, dann brach der Bann und die Reformation kam so richtig ins Rollen.
Darum sind wir hier in Dubai, weil wir uns wie Paulus offen und ohne uns zu schämen zu dieser Botschaft bekennen, denn wir wissen, dass es die Kraft Gottes ist zur Rettung all derer die glauben, und weil wir mit unserer Gemeinde eine Plattform sein wollen, von dem das Evangelium zu denen gelangt, die es noch nie gehört haben.
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Montag, 29. August 2011
Besuch bei "Evangelium für Alle"
Eigentlich bin ich ja kein „church hopper“ oder „shopper“, aber am vergangenen Sonntag begab ich mich gemeinsam mit meiner Frau auf Gemeindeauskunftschaftstour. Eigentlich stehe ich dieser Thematik sehr kritisch gegenüber, da es in den aller meisten Fällen von Unverbindlichkeit, Konfliktunfähigkeit und Konsumdenken auf Seiten des „Church-hoppers“ zeugt. Unsere Motivation war allerdings eine andere: wir wollten im Raum Stuttgart eine Gemeinde finden, wo das Wort Gottes und das Evangelium von Jesus Christus im Mittelpunkt steht. Um es auch von vornhinein klar zustellen, wir beabsichtigen keinen Gemeindewechsel. Wir sehen unseren Platz noch in unserer jetzigen Gemeinde.
Über verschiedene Kontakte wurde uns die Freikirche „Evangelium für Alle“ in Bad Cannstatt empfohlen. Ich schaute mir schon mal vorab das Glaubensbekenntnis auf der Webseite der Gemeinde an, welches theologisch sehr solide und bibeltreu erschien. Überzeugend war auch die Behauptung, dass die textauslegende Predigt im Mittelpunkt des Gottesdienst steht. Da meine Frau und ich nur noch eine Woche in Deutschland sind, war es uns wichtig vor unsere Abreise diese Gemeinde zu besuchen.
Der gute Eindruck der uns auf der Webseite vermittelt wurde, wurde in unserem Gottesdienstbesuch nur bestätigt. Folgende Dinge die uns dort aufgefallen sind und die von einer „gesunden Gemeinde“ zeugen. Natürlich ist es schwierig aufgrund von einem Gottesdienstbesuch eine klare Aussage zu treffen, aber es ist dennoch der Versuch wert:
1. Das Wort Gottes steht im Mittelpunkt
Ob in der Moderation, in den Liedern oder in der Predigt. Der Gottesdienst ist durchdrungen vom Wort Gottes. Es verdeutlicht, dass die Ältesten und die Gemeindeglieder die Bibel als ihre Autorität in allen Fragen des Lebens und der Lehre sehen.
2. Es wird Textauslegend gepredigt
Der Prediger hat uns in den Bibeltext aus Johannes 5 (Heilung des Lahmen am Sabbat) ausgelegt. Das heißt die Hauptaussage des Textes war die Hauptaussage der Predigt.
3.Sünde und unsere eigene Unzulänglichkeit werden klar und deutlich thematisiert.
Sünde ist kein populäres Thema in unserer humanistischen Gesellschaft. Uns wird gesagt, dass der Mensch von Grund aus gut ist. Aber die Bibel spricht hier deutlich in unserem gemeinsamen Vorvater Adam sind wir alle zu Sündern geworden (Römer 5). In dieser Gemeinde nimmt man diesbezüglich kein Blatt vor den Mund, denn sie haben verstanden dass es liebevoller ist Menschen auf ihre Sünde hinzuweisen, damit sie mit Gott Versöhnung erfahren können, als sie in dem Irrglauben verweilen zu lassen, dass sie kein Problem mit Gott haben. Nur Jesus kann uns gesund machen, von unserer geistlichen Krankheit.
4. Es gibt geistliche Vorbilder im Glauben
Im Gottesdienst gab es ein Nachruf für ein kürzlich verstorbenes Gemeindeglied, welche die Gemeinde in den vergangen 50 Jahren stark geprägt hatte. Schwester Ruth war von radikaler Jesus Nachfolge überzeugt und diese Überzeugung wollte sie auch an jüngere Gemeindeglieder weiter vermitteln. Folgendes Zitat von Ihr hat auch die Gemeinde geprägt: „Gehorsam [gegenüber Gott] ist eine Liebeserklärung.“ Diese Aussage ist zutiefst biblisch und deckt sich mit den Aussagen Jesus an seine Jünger in Johannes 14
5. Die Gemeindeglieder sind hungrig nach Gottes Wort
Natürlich ist es gefährlich hier zu Verallgemeinern, aber um uns herum hatten viele ihre Bibel mit dabei und schlugen diese auch während der Predigt auf. Auch unsere Gespräche mit mehreren Gemeindegliedern nach dem Gottesdienst drehten sich um Glaubensfragen.
6. Die Liebe Gottes ist durch den Leib Christi spürbar
Selten wurde ich so freundlich und herzlich zu einem Gottesdienst begrüßt. Selten habe ich nach einem Gottesdienst, so gute und tiefgehende Gespräche geführt. Selten habe ich solch ein Gefühl der innigen Verbundenheit in Christus verspürt. Die Mitglieder von Evangelium für Alle haben verstanden was es bedeutet: „An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“ (Joh. 13:35)
7. Ganzheitliche „Anbetung“
Die Gemeinde legte hier nicht nur Wert auf musikalischen Lobpreis im Gottesdienst. Der Gottesdienst an sich war „Anbetung“. So sangen wir am Anfang ein Lied und 3 Kleinkinder wurden eingesegnet. Als es dann zur Predigt ging sagte der „Moderator“: „Wir haben Gott nun durch Singen angebetet, wir haben Ihn durch die Danksagung für und die Segnung der Kinder angebetet und jetzt werden wir Ihn durch das Hören seines Wortes anbeten.“ Es war schön zu sehen, wie hier der ganze Gottesdienst als Anbetung gesehen wurde.
8. Gimmicks, Kreativität und Unterhaltung werden nicht eingesetzt
Leider sind heutzutage viel zu viele Gemeinden der Meinung, dass man Nichtchristen in unsere Gemeinden „locken“ muss. Dass wird zwar nicht zugegeben, aber die Praxis spricht hier lauter als Worte: Das Musikteam gleicht eher einer Rockband, der Gottesdienstleiter versucht eher die Menge zu unterhalten, als die Versammelten Christen auf das Hören von Gottes Wort vorzubereiten, der Prediger erzählt lieber Geschichten oder versucht sich in Pseudopsychologie als treu und unerschrocken das Wort Gottes zu verkünden.
Evangelium für Alle hat erkannt, dass diese Dinge langfristig keine Frucht tragen, dass es zwar Leute anzieht, aber unter den falschen Vorsätzen, nämlich für Entertainment, anstatt zum hören des Evangeliums! Evangelium für Alle setzt stattdessen auf das altbewährte Wort Gottes und das Evangelium, welches die Kraft Gottes ist aller denen die Glauben (Röm. 1:16).
Eine perfekte Gemeinde gibt es nicht, da jede Gemeinde von begnadigten Sündern bevölkert ist, die immer wieder versagen und täglich auf die Gnade Gottes angewiesen sind, aber es gibt Gemeinden die auf dem richtigen Weg sind, die Gottes Wort im Zentrum behalten und die es anstreben den Plan Gottes zu erfüllen, nämlich dass: „die Mächte und Gewalten in der unsichtbaren Welt durch die Gemeinde die ganze Tiefe und Weite von Gottes Weisheit erkennen.“
Montag, 22. August 2011
Evangelium21 Konferenz
Heute bin ich aus Hamburg zurück gekommen. Dort hat im Gemeinde und Missionswerk Arche von Donnerstag bis Samstag die erste Evangelium21 Konferenz stattgefunden. Thema der Konferenz war "Das Evangelium im Zentrum der Gemeinde". Im Mission Statement der Bewegung heißt es:
"Zu Evangelium21 gehören Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinden, die ihren Glauben fest auf Jesus Christus gründen. Ausgerichtet auf die von den Reformatoren wiederentdeckten Wahrheiten
- Gnade allein
- Glaube allein
- die Schrift allein
- Christus allein und
- zu Gottes Ehre allein
Die Konferenz war sozusagen der Startschuss um die Bewegung in Gang zu setzen. Für Julia und mich war es ein sehr gesegnete Zeit in der wir durch das Wort Gottes und die verschiedenen Vorträge sehr ermutigt wurden. Matt Schmucker von 9Marks Ministries aus den USA war der Hauptredner, und referierte zusammen mit verschiedene Deutsche Redner über wichtige Merkmale einer Gesunden Gemeinde. Alle Vorträge kann man hier kostenlos downloaden!
Die Konferenz diente auch zum Netzwerken, so konnte ich mit vielen Christen Kontakt auf nehmen, die das selbe anliegen haben wie ich: Die Gute Nachricht von Jesus Christus in Deutschland und in aller Welt zu verkünden! Die Gute Nachricht, dass Gott in seiner unermesslichen Gnade einen Ausweg aus unserer Schuld und Sünde ermöglicht hat. Der Sohn Gottes Jesus Christus, der Mensch wurde, den Willen des Vaters erfüllte, und an einem römischen Kreuz für die Sünden all derer starb die an ihn glauben! Das ist das Evangelium! Versöhnung mit Gott und eine Hoffnung für die Ewigkeit!
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