Diese Aussage hört man in christlichen Kreisen des Öfteren. Sie entspringt der Vorstellung, dass es auch außerhalb der institutionellen Kirche viele Menschen gibt, die Gott, durch den Opfertod von Jesus Christus, für die Vergebung ihrer Sünden vertraut haben, und die aufgrund dieser Tatsache Kinder Gottes sind und in sein ewiges Himmelreich Einkehr finden werden. Der Grundgedanke hinter dieser Aussage ist nicht unbedingt schlecht, denn im Gegensatz zu der katholischen Lehre, dass es kein Heil außerhalb der Kirche gibt, glauben wir Evangelikale, dass die Kirchenzugehörigkeit nicht heilsnotwendig ist. Die Bibel ist eindeutig, dass wir durch Gnade allein im Glauben auf Jesus Christus allein Errettung finden können. Es kann also durchaus sein, dass wir im Himmel darüber überrascht sein werden wer alles dort sein wird. Aber diese Aussage birgt auch große Gefahren, denn sie kann auch zu einem falschen Verständnis von Christsein führen bei dem der Glaube anonymisiert und privatisiert wird. Wir können nämlich nur darüber überrascht sein, dass jemand im Himmel ist, wenn wir es nicht erwartet hätten, dass diese Person Christ gewesen sei. Genau hierhin liegt die Gefahr, denn die Bibel fordert uns immer wieder dazu auf es Publik zu machen, dass wir Christen sind (Mt. 5,14-16, Mt. 28,18-20, 1 Kor 9,16, 1 Pet. 3,15). Glaube ist eine persönliche Angelenheit, die aber nie privatisiert werden sollte. Es soll nicht nur allen bekannt sein das wir Christen sind, sondern wir sollen unser Christsein auch konkret in Verbindung mit einer Kirchenzugehörigkeit, ausleben. Wie sonst können wir unsere Geschwister im Glauben lieben (Joh 13,34-35, Röm 12,10)? Wie sonst können wir uns konkret dafür verpflichten es nicht zu versäumen uns regelmäßig miteinander zum Gottesdienst zu treffen (Hebr. 10,25)? Christsein, wie es in der Bibel beschrieben und ausgelebt wird, muss notwendigerweiße öffentlich und für alle sichtbar gelebt werden, deswegen ist diese Aussage ziemlich problematisch. Ich befürchte dass wir vielmehr darüber überrascht sein werden, wer NICHT im Himmel sein wird. Ich sage das nicht aus Arroganz oder aus Hochnäsigkeit heraus, sondern weil Jesus schon zu seiner Zeit vor einer falschen Heilsgewissheit gewarnt hatte. Er warnte zweierlei Gruppen von Menschen: die Scheinheiligen und die Leugner. Den Scheinheiligen sagte er: "Nicht
jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel
eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut." (Mt. 7,21) Den Leugnern sagte er: "wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel." (Mt. 10,33) Es mag sein dass wir darüber positv überrascht werden, wen wir im Himmel sehen werden. Aber die traurige Realität ist, dass es viele Menschen gibt, die denken dass sie in den Himmel kommen, aber sie bekennen sich nur mit den Lippen zu Jesus und verleugnen ihn mit ihren Taten, was letztenendlich auf ein unverändertes Herz zurückzuführen ist. Zunächst müssen wir uns selbst prüfen, ob wir "im Glauben" sind (2. Kor 13,5). Das heißt wir lassen andere Christen in unser Leben schauen um zu sehen ob wir Christus-ähnlicher werden. Und wir sprechen andere darauf an, wenn wir denken, dass sie die Gefahr laufen sich selbst zu täuschen. Und lasst uns eins nicht vergessen: Die Gnade in Christus, die Menschen von der Schuld der Sünde errettet wird auch genügen sie von der Macht und der Gegenwart der Sünde zu retten, damit wir alle mit der ganzen Christenheit vor dem Thronsaal Gottes stehen werden und ihn für immer anbeten können.
Wenn es euch so geht wie mir dann hat euch das Olympiafieber gepackt. Gebannt schaut man den Wettkämpfen zu und fiebert mit den AthletINNen mit, die um Gold kämpfen. Der Höhepunkt der Spiele, der 100 Meter Lauf der Männer, versetzt uns Sportbegeisterte ins staunen. Der Körperbau, die Dynamik, die Ausstrahlung der weltschnellsten Männer rauben uns den Atem.
Besonders beeindruckend ist die Aufopferbereitschaft und die Disziplin der AthletINNen. Vier Jahre arbeiten sie auf ein Ziel hin, vier Jahre hartes Training, vier Jahre Verzicht auf jegliche Art des Vergnügens, vier Jahre an seine körperliche, geistige und seelische Grenze zu gehen, damit im richtigen Moment alles abgerufen werden kann und der Traum von olympischen Gold in Erfüllung gehen kann. Alles für diesen "goldenen" Moment tun und alles andere diesem Ziel unterordnen, das gehört für die AthletINNen zum Alltag. Wir "Normalsterbliche" beneiden diese SportlerINNEN oft, wir wünschen uns auch diese Anerkennung, diesen Ruhm, dieses Gefühl der oder die Beste zu sein, aber wenn wir uns anschauen, wie hoch der Preis ist den wir zahlen müssen, um das zu erreichen, und wie kurzweilig der Ruhm und die Ehre andauert, dann würden viele von uns schon mal aussteigen. Die Kosten eines Sieges bei Olympia übersteigen für uns nicht den Nutzen, und deswegen sitzen wir lieber zu Hause gemütlich auf dem Sofa mit Chips und Cola und feiern jeden deutschen Sieg als ob es unser eigener wäre.
Der Gewinn einer olympischen Medaille hatte für mich schon immer eine gewisse mystische Bedeutung, aber als ich vor ein paar Wochen, im Vorfeld der Londoner Spiele, in einem Zeitungsartikel erfuhr, dass die Goldmedaille nur zu einem geringen Prozentsatz aus echtem Gold besteht, war meine Faszination endgültig zerstört.
Aber die SportlerINNEN scheinen wirklich an diesem Ruhm und der Faszination eines Sieges bei Olympia festzuhalten. Neugekürter Diskus Olympiasieger Robert Harting sprach im Vorfeld seines Wettkampfes über die Bedeutung von einem Sieg in London: "Ich brauche den Olympiasieg, um die negativen Sachen aus meinem Leben
zu spülen. Ich brauche ihn, um nicht völlig die Hoffnung zu verlieren"
Robert Harting hat in seiner Aussage zumindest eine Sache richtig erkannt: er will nicht die Hoffnung verlieren, aber es stellt sich die Frage ob ein Olympiasieg ihm diese Hoffnung, nach der er sich so sehnt, auch bescheren wird. Wenn der Trubel um sein Sieg vorüber ist, wenn die Presse keine Interesse mehr zeigt, wenn die Medaille im Trophäenschrank Staub fängt, wenn die Karriere irgendwann mal zuende ist, wie soll dann ein Olympiasieg ihm noch Hoffnung geben? Eine schwindende Erinnerung, eine krankhafte Nostaligie an diesen einen großen Triumph?
Die Bibel spricht davon, dass wir unsere Schätze nicht hier auf Erden sammeln sollen, wo Diebe einbrechen und stehlen, wo Rost und Motten sie zestören können, sondern im Himmel, wo unvergängliche Schätze auf diejenigen warten, die auf Gott vertrauen (Matthäus 6,19-21). Unsere einzige wirklich Hoffnung besteht nicht im Sieg in einer olympischen Disziplin, sondern in dem Sieg von Jesus Christus am Kreuz von Golgatha, als die Sünde, den Tod und den Teufel ein für alle mal geschlagen hat. Sein Sieg macht uns frei von unserer Schuld, sie gibt uns das Recht Gottes Kinder zu sein, und seine Auferstehung gibt uns die unerschütterliche Hoffnung, dass auch wir eines Tages einen neuen Auferstehungskörper bekommen werden und auf Ewigkeit bei Ihm sein werden (1. Korinther 15,12-28). Diese Hoffnung ist die einzige die Bestand hat, und die uns keiner nehmen kann (Römer 8,31-39).
Dieser Aufruf kommt von der höchsten religiösen Instanz Saudi Arabiens dem "Grand Mufti" des Königreiches, Sheikh Abdul Aziz bin Abdullah. Die Aussage des Muftis fiel im Zusammenhang eines Besuches einer Delegation des Golfstaates Kuwait, die von seitens des Muftis eine Stellungsnahme im Bezug auf den Umgang mit Kirchen haben wollten.
Der Aufruf des Muftis alle Kirchen in der Region zerstören zu wollen ist vielleicht schockierend, aber kommt keines Wegs überraschend, denn er gründet seine Aussage auf eine Hadith (eine Lehre des Propheten Mohammeds).
Was eher zum Nachdenken bringt, ist die Tatsache, dass die westlichen Medien so gut wie gar nicht darüber berichtet haben, denn wir müssen uns bewusst machen, dass diese Aussage des Muftis vergleichbar wäre, mit einem Aufruf des Papstes alle Moscheen in Italien zerstören zu wollen. Die Presse würde das "Kirchenoberhaupt" auseinandernehmen und weltweit würden Moslems auf die Barrikaden gehen. Es ist schon bemerkenswert, wie subjektive "Toleranz" geworden ist, gegen den christlichen Glauben, gegen die Kirche und gegen Jesus Christus darf jeder mal dran, aber wehe dem, der auch nur ein kritisches Wort über andere Religionen verliert.
Da meine Familie und ich auf der Arabischen Halbinsel leben und für eine internationale Kirche arbeiten, betrifft uns dieser Aufruf des Muftis direkter als andere Christen. Der Mufti hat ALLE Kirchen auf der Halbinsel anvisiert, damit sind auch wir als "United Christian Church of Dubai" gemeint.
Praktisch sieht es allerdings so aus, dass Gott uns in diesem Land mit sehr weltoffenen, wohlwollenden und toleranten Herrschern beschenkt hat. Sheikh Khalifa bin Zayed al Nahyan und Sheikh Mohammed bin Rashid al Maktoum treiben den interreligiösen Dialog voran und das Land auf dem unseres Kirchengebäude steht wurde uns vom Sheikh geschenkt.
Wir schätzen diese offene Gesinnung sehr und wissen dass es Gott ist der die Herzen unserer Staatsoberhäupter lenkt (Sprüche 21,1). Wir sind dankbar für die offenen Türen die wir hier haben und wollen das Zeitfenster das Gott uns gegeben hat zu seiner Ehre ausnutzen. Wir wollen von Christus bezeugen, von seiner Gnade, von der Sündenvergebung und von dem Neuen Leben, welches wir in Ihm haben können.
Wir können getrost sein, dass niemand, nichtmal der Mufti von Saudi Arabien die Absichten unseres Heilands aufhalten kann. Christus hat uns zugesichert dass er selbst seine Gemeinde bauen wird und die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen werden (Matt. 16,18).
Mehr infos zu der Aussage des Muftis gibt es hier und hier (leider nur auf Englisch)
Seit gestern sind wir hier in Dubai "eingesandet". Es weht ein Wüstenwind der viel Sand mit sich bringt.
Gestern waren die Windstärken noch stärker, und der Sand peitschte einem regelrecht ins Gesicht, heute ist es bei weitem nicht so windig, aber es ist noch viel Sand in der Luft und die Sicht ist immer noch sehr schlecht. Mein Bruder ist gerade zu Besuch und so hoffen wir, dass er morgen bei seinem Besuch auf der Aussichtsplattform von Burj Khalifa mehr sehen kann als nur eine riesen große Sandwolke.
Diese Wüstenwinde auch "Shamal" genannt sind typisch für diese Jahreszeit und deuten auf den Beginn der heißen Jahreszeit hin. Wir können uns also auf einen langen und warmen Sommer gefasst machen.
Dieser Sandsturm macht mir neu bewusst, wie klein wir Menschen doch sind, und wie abhängig von den Klimabedingungen unseres Globus. Wir können uns anpassen und arrangieren, aber wir können die Macht der Natur nicht beeinflussen. Dies sollte in uns eine tiefe Ehrfurcht und Demut bewirken, denn in solchen Situationen müssen wir eingestehen, dass wir die Welt nicht in unserer Hand halten, sondern in mancher Hinsicht den Naturgewalten ausgeliefert sind. Es bringt uns herab von unserem hohen Roß, von unserer eingebildeten Selbstwahrnehmung, die sich als unbesiegbar sieht, und rückt alles ins richtige Licht. Wir haben nicht alles im Griff, wir sind nicht allmächtig, wir sind nicht Gott!
Manchmal braucht es "Höhere Gewalt" um es in unsere selbstverliebten Köpfe rein zuhämmern: DU BIST NICHT DAS MAß ALLER DINGE. In diesen Momenten will uns Gott etwas von seiner Größe und Allmacht zeigen, denn er ist derjenige der über die Naturgewalten herrscht. Die Bibel zeugt davon, dass Gott Herr über diese Welt ist. Es fängt schon in 1. Mose 1 damit an, dass er spricht und die Welt und alles darin, die Land- und Wassermassen, aus dem nichts geschaffen werden. Sein Wort hat die Kraft Sonne, Mond und Sterne zu schaffen. Im Psalm 24 lesen wir: "Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen. Denn er hat ihn über den Meeren gegründet und über den Wassern bereitet." Ihm gehört die Erde, denn er hat es alles geschaffen. Wie es in dem alten Kirchenlied so schön heisst "alles ist sein Eigentum". Im Kolosserbrief geht der Apostel Paulus noch weiter und beschreibt die Rolle Christi in der Schöpfung: "Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen." Die Welt gehört also nicht nur dem Dreieinigen Gott, sondern sie ist auch ganz bestimmt ZU ihm geschaffen, nämlich ZU SEINER EHRE. Das spiegelt auch der Psalm 19,1 wieder: "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk."
Diese Wahrheiten sollten uns in Staunen versetzen über den großen, allmächtigen Gott des Universums, der aber nicht weit entfernt von seiner Schöpfung regiert, sondern sich dem Mensch offenbaren will, dass hat er durch sein Wort getan, das Wort das Fleisch wurde: Jesus Christus, er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Sein Opfertod am Kreuz ist die Liebeserklärung Gottes an verlorene Sünder. All die an Christus glauben können dem heiligen Gott, dem allmächtigen Schöpfer als Freund gegenüberstehen und nicht als Feind.
Ich denke viele von uns haben in den letzten Tagen gebannt auf die Geschehnisse rund um das tragische Schiffsunglück der Costa Concordia geschaut. Wir wollen verstehen wie so etwas passieren hätte können, ein völlig intaktes und seetüchtiges Schiff, dass beim einlaufen in den Hafen der Insel Giglio keine 500 Meter vom Ufer entfernt auf Grund läuft. Kein Sturm, kein Wellengang, keine gefährlichen Meeresströmungen und doch wird dieser Meeresriese durch ein vermeintlich harmloses Gesteinsgebilde zu Fall gebracht.
Das rettende Ufer ist so nah, und doch so weit weg. Für mindestens 11 Menschenleben kommt jede Hilfe zu spät und knapp einer Woche nach der Katastrophe gibt es immer noch vermisste.
Mittlerweile steht fest wer für diese Tragödie zu Verantwortung gezogen werden muss, der Kapitän Francesco Schettino. Tag für Tag häufen sich die Anschuldigungen gegen ihn. Zunächst gibt es Berichte er habe sein Schiff verlassen, als die Rettungsaktion noch in Gang gewesen sei, später wird klar, dass er seinen Oberkellner, ein gebürtiger der Insel, mit einer riskanten Vorbeifahrt an seiner Heimatinsel imponieren wollte, danach kommen belastende Telefonmitschnitte zum Vorschein in denen eindeutig hervorgeht, dass er sein Schiff vorzeitig verlassen hatte und zuletzt die Schlagzeilen, dass er zum Zeitpunkt der Havarie unter Drogen stand.
Diese Berichte machen uns sprachlos und rauben uns den Atem. Wie kann ein Kapitän, ein Mann den 4200 Menschen ihr Leben anvertraut haben so handeln? Wie kann jemand so leichtfertig mit so viel Verantwortung umgehen?
Schettino hat sich schwer belastet, daran gibt es nichts zu zweifeln, aber ich glaube in gewisser Weise verkörpert er eine ganze Generation von Männern die in ihre Leiterschaftsrolle versagt haben. Es zieht sich durch alle Lebensbereiche durch: Politiker die sich als Saubermänner darstellen, aber in Wirklichkeit Leichen im Keller haben, Priester die über Jahre hinweg ungestört unschuldige Kinder missbrauchen, Väter die triebgesteuert ihre Frau und Familien dem Götze der Lust aufopfern, Firmenchefs die für den Erfolg über Leichen gehen oder schmutzige Geschäfte machen. Wenn wir ehrlich sind, steckt ein Schettino in jedem von uns. Wir Männer können den Anforderungen die an uns gebracht werden nicht gerecht werden. Wir sind selbstsüchtig, selbstverliebt und stolz, und die Konsequenzen unseres Versagens ist katastrophal: Kaputte Ehen, kaputte Familien, kaputte Firmen, kaputte Parteien, kaputte Gesellschaft.
Die Bibel spricht auch von Männern in Leitungspositionen die versagt hatten. Das Buch der Bücher verwendet das damals übliche Bild von Hirten. Der Prophet Hesekiel gibt uns Einblicke in die selbstsüchtige Verhaltensweisen dieser Hirten. Sie weiden sich selbst anstatt die Schafe, sie essen das Fett und kleiden sich mit Wolle aber weiden die Herde nicht, sie stärken nicht das Schwache, heilen nicht das Kranke und suchen nicht das Verlorene. Das waren die "Hirten" des Volkes Israels. Sie hatten ihre "Herde" ausgebeutet anstatt für sie zu sorgen.
Menschliche Hirten versagen, aber der Gute Hirte kümmert sich um seine Schafe. Er gibt sein Leben für die Schafe und er kennt seine Schafe und seine Schafe folgen ihm. Jesus sagt von sich selbst, dass er dieser Gute Hirte ist. Da wo alle anderen versagt haben, hat er seine Verantwortung wahrgenommen. Er ordnet sich dem Willen seines Vaters unter und tat genau das wofür er auf die Welt gekommen ist um verlorene Schafe zu finden, um sinkende Passagiere zu retten, um elende Sünder zu vergeben. Jesus ist Der Gute Hirte. Er ist der einzige Kapitän auf den Verlass ist, denn er wird jeden Mensch der sein Leben ihm anvertraut sicher in den himmlischen Hafen bringen.
Manche von euch werden den Titel dieses Eintrags lesen und euch denken: "Wie kann der denn bloß mich gerade mal 11 Tage nach Neujahr über meine Vorsätze erinnern, die ich gerade mal bis Heilige Drei Könige umsetzen konnte. Der sollte doch wissen, dass es nur die aller wenigsten mit ihren guten Vorsätzen in die zweite Kalenderwoche des Jahres schaffen! Wie unsensibel!"
Diese Reaktion kann ich gut nachvollziehen, denn die letzten Jahre habe ich nach dem Prinzip gelebt mir erst gar keine Vorsätze zu machen, die ich sowieso nicht einhalten oder erfüllen würde. In gewisser Weise zahlte sich dieses Prinzip aus, denn man musste nicht lange darüber grübeln welche Vorsätze man sich setzen wollte, und hatte in der zweiten Januar Woche auch kein schlechtes Gewissen über die fehlende Selbstkontrolle die Vorsätze auch umzusetzen.
Meine zynische Einstellung gegenüber den guten Vorsätzen zum Jahresanfang kam eher von der Vorstellung dass es irgendwie absurd sei dass sich der großteil der Menschheit nur zum Jahreswechsel ernsthaft Gedanken machen was sie in ihrem Leben ändern wollten. Meine eigene Erfahrung zeigte mir nämlich dass ich täglich Veränderung brauchte. Veränderung in meiner selbstsüchtigen, egozentrierten Einstellung, Veränderung in meinen Beziehungen zu meinen Mitmenschen, Veränderung in meinem Kampf gegen die Sünde und Veränderung in meiner Gottesbeziehung.
Ich würde sagen, dass sich meine Einstellung zu den Neujahrsvorsätzen in soweit verändert hat, dass ich realisiert habe dass der Jahreswechsel symbolisch einen Neuanfang darstellt. Wir alle sehnen uns nach solchen Neuanfängen und in der Hinsicht kann das Neue Jahr uns zu Gunsten kommen. Uns muss jedoch bewusst werden, dass wir aus eigener Kraft Veränderung nicht schaffen können. Bleibende und tiefgehende Veränderung kann nur stattfinden wenn Gott unser Herz verändert. (Hesikiel 36:26-27). Denn unsere Laster & Probleme, unsere Süchte & Sünden stammen alle aus einem korrupten und verstocktem Herz (Matthäus 15,19). Dieser Neuanfang wird in der Bibel auch "Wiedergeburt" genannt. Jesus spricht davon dass wir "wiedergeboren" werden müssen wenn wir in das Reich Gottes kommen wollen (Johannes 3,5). Diese geistliche Wiedergeburt wird all denen zuteil die erkennen, dass sie Veränderung nicht von alleine herbei schwören können, dass sie nicht in der Lage sind sich von ihren Zwängen & Süchten zu lösen, dass sie ohne das Eingreifen Gottes absolut hilflos sind. Jesus sagte selbst: "Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten." (Markus 2,16)
Jesus starb an einem römischen Kreuz. Er starb für Sünder wie du und ich um uns mit Gott zu versöhnen und uns Neues Leben zu schenken. Ein Leben dass nicht mehr unter der Macht der Sünde und des Satans steht, sondern ein Leben, das wieder dass machen kann zu was der Mensch geschaffen wurde: Gott zu verherrlichen!
So können unsere Neujahrsvorsätze die zweite Januarwoche überleben, wenn wir unsere eigene Unzulänglichkeit offen bekunden und uns vollkommen auf Christus verlassen, der bleibende Veränderung ermöglicht hat!
Er selbst sagt, dass es nicht die Gesunden sind, die einen Arzt brauchen, sondern die Kranken, dass er nicht gekommen sei, um die Gerechten zu retten, sondern Sünder. Seine Kraft hat er vor 2000 Jahren durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung von den Toten eindrücklich bewiesen, als er Sünde, Tod und Teufel besiegte. Diese Kraft kann in unserem Leben nur durchdringen, wenn wir zu ihm in Schwachheit kommen. Wir müssen zuerst erkennen, dass wir krank sind, bevor wir einen Arzt aufsuchen; wir müssen erst eingestehen, dass wir Sünder sind, bevor wir Rettung, die Jesus uns anbietet, annehmen können.
Wir können uns unser Leben lang vormachen, dass wir stark genug sind, es selbst auf die Reihe zu bekommen, aber spätestens mit dem Tod wird es sich zeigen, dass solch eine Lebenseinstellung uns keine bleibende Hoffnung bringen wird. Die Botschaft der Bibel zeigt uns aber, dass es eine Hoffnung gibt, die wir heute und in Ewigkeit haben können. Diese Hoffnung ist die Kraft Christi, die die Sünde und den Tod am Kreuz und durch seine Auferstehung besiegt hat. Wenn wir in Demut zu Ihm kommen und unsere Schwachheit und Sünde offen und ehrlich bekennen, dann wird er - das hat er uns versprochen -uns reinwaschen von all unserer Schuld und seine Kraft wird in unserer Schwachheit mächtig werden.
Matthias Lohmann, Pastor in der FEG München-Mitte hat letzten Sonntag eine exzellente Predigt zu Römer 10,13-17. Es ist keine komplexe Predigt, sondern eine die uns zurück nimmt zum Herz des Evangeliums: Wir Menschen haben uns in unserer Sünde von unserem Schöpfer abgewandt. Wir haben gegen den König des Universums rebelliert und sind zum Hochverrat verdammt. Aber Gott ist auch ein liebender Vater und so schickt er seinen ewigen Sohn Jesus Christus auf die Erde. Jesus wir Mensch und lebt unter uns, er erlebt die gleichen Versuchungen die wir erleben, aber er sündigt nicht. Dieser Gott-Mensch ist der einzige der das Leben verdient hat, aber er geht freiwillig in den Tod am römischen Henkerkreuz um Gottes gerechten Zorn gegen die Sünde der Menschen auf sich zu nehmen. Jetzt können alle die den Namen Jesus anrufen, die auf seine Gerechtigkeit und sein vollendetes Werk am Kreuz hoffen, gerettet werden. Das ist die Frohe Botschaft der Bibel und Römer 10 zeigt uns wie diese Frohe Botschaft hinausgeht und in aller Welt verkündet wird, damit Menschen aus jedem Land und Stamm Jesus Christus als Herrn und Retter anbeten und nicht mehr als Feinde Gott gegenüber stehen, sondern als Kinder des Allmächtigen. Hier der Link zur Predigt!
Am 20.11.2011 war es endlich soweit. Unsere kleine Tochter Tabita Zoe erblickte um 13.18 Uhr Ortszeit das Licht der Welt. Satte 3090 Gramm Geburtgewicht und überschaubare 46 cm Körperlänge hatte sie kurz nach der Geburt. Wir freuen uns unheimlich über unseren Familienzuwachs und sind Gott unbeschreiblich dankbar für dieses wunderschöne Geschenk.
In letzter Zeit wurde uns durch Krankheit und Tod in unserer erweiterten Familie neu bewusst wie nahe Leben und Tod beieinander liegen. Uns ist dies auch bei der Namensgebung unserer Tochter wichtig gewesen.
Der Name Tabita kommt vom Äramischen und bedeutet so viel wie Gazelle. Zunächst wirkt dieser Name unscheinbar und die Bedeutung ist relativ nichtsaussagend, aber das entscheidende ist die Frau in der Bibel die diesen Namen trug. Tabita lebte im 1. Jahrhundert in der Stadt Joppa im heutigen Israel. Sie lebte um die Zeit von Jesus‘ Wirken, seinem Kreuzestod, seiner Auferstehung und Himmelfahrt. Sie hatte Jesus als den von Gott verheißenen Retter erkannt und glaubte an sein Opfertod am Kreuz für die Sünden all derer die an glauben. Der Text aus Apostelgeschichte 9 Verse 36-43 sagt uns, dass Tabita immer gutes tat und sich vor allem um die Armen kümmerte.
Nun kam es aber, dass sie krank wurde und starb. Der Apostel Petrus war in der naheliegenden Stadt Lydda, und die anderen Christen in Joppa holten ihn. Als er ankam schickte Petrus alle Angehörigen aus dem Zimmer, er kniete sich nieder und bat Gott darum Tabita zum Leben zu erwecken. Dann befahl er der Toten: „Tabita, steh auf!“ Daraufhin öffnete sie ihre Augen und Petrus half ihr auf die Beine.
Das ist nicht nur eine schöne Geschichte, sondern sie zeigt ganz eindrücklich, dass Gott die Macht über Leben und Tod hat. Genau wie Jesus auch vom Toten auferstand so wurde auch Tabita zum Leben erweckt. Aber diese körperliche Auferstehung weist auf eine viel größere Auferstehung hin. Die Auferstehung der Toten am letzten Tage, wenn alle die an Jesus glauben zum ewigen Leben gerufen werden. 1. Korinther Kapitel 15 berichtet uns davon. Wir werden einen neuen unsterblichen Körper bekommen, einen verherrlichten Leib. (Verse 42-44)
Zoe kommt aus dem Griechischen und bedeutet Leben. Nimmt man nun die zwei Namen zusammen, dann hat man die Auferstehung und das Leben. Und wer wenn nicht Jesus kann genau diese Auferstehung und das Leben geben? Der, der von sich selbst sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben.“ (Johannes 11,25-26) Jesus hat am Kreuz ein für allemal den Tod besiegt, denn er starb für die Ursache des Todes, nämlich die Sünde all derer die an Ihn glauben. Weil er ohne Sünde war und den Willen des Vaters vollkommen ausführte, konnte der Tod keine Macht mehr über ihn ausüben, er musste vom Tod auferstehen, und weil ER lebt, können alle die an ihn glauben auch leben. Durch seine souveräne Gnade erweckt er uns von unserem geistlichen Todeszustand und gibt uns wahres Leben, ewiges Leben.
Wir beten, dass unserer himmlischer Vater der unserer Tabita körperliches Leben geschenkt hat, ihr auch eines Tages zum geistlichen Leben erweckt.
Gestern haben wir von zwei Todesfällen in unserer Verwandtschaft gehört (die Tante meiner Frau, und die Oma meiner Schwägerin). Die Nachricht stimmt uns traurig. Der Tod scheidet uns lebenden von der Verstorbenen und wir können nichts daran ändern. Der Tod ist für viele von uns etwas schmerzliches, vorallem weil es so viele Fragen aufruft. Was wird aus dieser Person? Ist es jetzt einfach aus? Was passiert wenn es mich irgendwann erwischt?
Diese Ungewissheit macht uns Angst und wir sind vielleicht auch deswegen eine Gesellschaft geworden die sich nur ungern mit dem Thema Tod und Sterben auseinandersetzt. Wir meiden das unvermeidbare wie die Pest, aber irgendwann wird jeder von uns mit dem Tod konfrontiert. Spätestens wenn naheliegende Personen auf dem Sterbebett liegen, oder der Tod an unserer eigenen Tür anklopft, können wir ihm nicht mehr entweichen.
"Im Tod sind alle Menschen gleich" sagt uns ein altes Sprichwort. Die Art und Weise des Sterbens mag sich unterscheiden, aber die Tatsache und die Unvermeidbarkeit des Todes gilt für jeden. Mann und Frau, Schwarz und Weiß, Arm und Reich, Religiös und Atheisttisch. Keiner kommt davon.
Auch wenn viele Forscher krampfhaft nach einer Lösung der 100-prozentigen Sterberate der Menschheit suchen, und sehr viel in die Erforschung von "Unsterblichkeit" investiert wird, gibt es hier noch keinerlei stichhaltige Ergebnisse. Der Tod bleibt also weiterhin für uns Alle eine Realität. Aber warum müssen wir eigentlich sterben? Was ist der Grund dafür, dass der Tod in uns allen Eintritt?
Die offensichtlichen Ursachen sind natürlich der Katastrophentod (Unfall, Gewalteinwirkung, Naturkatastrophe) bei dem die vitalen Funktionen des Körpers (Herz, Gehirn u.a.) versagen und das Leben aus dem Menschen schwindet, oder aber der häufigste Fall des Alterns, indem die Körperzellen sich nicht mehr regenerieren.
Den Katastrophentod versuchen Menschen seit je her zu meiden, indem Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, aber gegen das Altern gibt es bislang wenig entgegenzusetzten. Warum altert aber der Mensch, bis zu dem Punkt an dem er davon stirbt? Diese Frage ist Bioinformatiker Andre Martins von der Universität Sao Paulo nachgegangen. Seine These, die auf verschiedene Simulationen beruht, besagt "Altern ist ein evolutionärer Vorteil."
Während bei einer Spezies die nicht altert auch die genetisch "schwächere" Individuen ewig leben, werden beim alternden Spezies durch Mutationen und dem Überlebenskampf, die nachfolgenden Generationen immer fitter. So die Theorie von Martins. Dazu schreibt er im Wissenschaftsmagazin "Plos One": "Das Altern kann also einen positiven Effekt haben, weil es die weniger angepassten Individuen auslöscht"
Bioinformatiker und Evolutionsbiologen mögen sich über die Richtigkeit dieser Theorie streiten. Diese Theorie mag zwar von "Vorteil" für das Spezies sein, aber ist es auch von "Vorteil" für die Individuen, für jeden einzelnen Menschen ganz persönlich. Wohl kaum, denn was ist dass den für ein Trost, wenn uns am Sterbebett gesagt wird, dass unser Tod in irgendeiner obskurer Weise für die Weiterentwicklung unserer Art wichtig ist. Wenn der Tod uns bevorsteht will keiner von uns irgendwelche evolutionsbiologische "Wissenschaftstheorien", wir wollen Hoffnung dass es nicht einfach zu ende ist, wir wollen Gewissheit in unserer Ungewissheit.
Die Bibel spricht zu uns über die Ursache des Todes. Im Römerbrief Kapitel 5 Vers 12 sagt uns der Apostel Paulus: "Deshalb, wie durch "einen" Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben."
Der Tod ist durch die Sünde des "einen" Menschen in die Welt gekommen. Dieser eine Mensch war unser gemeinsamer Vorfahre Adam. Adam und Eva hatten im Garten Eden perfekte Gemeinschaft mit Gott. Sie sollten als Gottes Stellvertreter auf Erden sich mehren und über den Rest der Schöpfung herrschen (1. Mose 1:28). Aber unsere ersten Eltern versagten, sie entschieden sich gegen Gottes Autorität aufzubäumen, um sich selbst an die Stelle Gottes zu befördern. Mit diesem "Sündenfall", wie man ihn in 1. Mose 3 lesen kann, kam der Tod in die Welt (1. Mose 2,17,& 3,22). Der Tod ist nicht ein Nebenprodukt der Evolution, wie es Evolutionsbiologen sagen, sondern ein Nebenprodukt der Sünde!
Adam, als unserer gemeinsamer Urahn ist der Stellvertreter für die gesamte Menschheit, und in Ihm sind auch wir alle zu Sünder geworden (Röm 5:19). In Kapitel 6,23 des Römerbriefes lesen wir: "der Sünde Sold ist der Tod," Wir alle haben den Tod verdient, wir sind nicht nur von Natur aus "Kinder des Zorns" (Eph. 2,3) und Feinde Gottes (Röm. 5,10), sondern bestätigen dass auch immer wieder durch unsere sündigen Taten. Der geistliche Tod hat uns alle befallen (Eph. 2,1) und es ist nur eine Frage der Zeit bis der physische Tod uns einholen wird und dann ein furchtsames Erwarten von Gottes gerechtem Gericht (Hebräer 10,27).
Aber der Text im Römerbrief in dem wir lesen wie der Tod in die Menschheit Einzug erhalten hat, endet nicht mit dem "einen" Mann, dessen Ungehorsam Sünde in die Welt gebracht hat und mit ihr den Tod, sondern es endet mit dem "zweiten" Adam. "Durch die Sünde des ersten kam Verdammnis auf die gesamte Menschheit, aber durch die Gerechtigkeit des zweiten kam die Rechtfertigung für Menschen. Durch den Ungehorsam des ersten sind die viele zu Sündern geworden, aber durch den Gehorsam des zweiten wurden die viele Gerecht." (Röm 5,18-19). Dieser "zweite" Adam ist Jesus Christus! Der ewige Sohn Gottes, der Mensch wurde. Er ist die Verkörperung der Gerechtigkeit, er wurde in jeder Hinsicht versucht war aber ohne Sünde (Heb. 4,15). Er kam um zu sterben, um die Macht der Sünde und des Todes ein für alle mal zu zerbrechen. Er starb vor 2000 Jahren an einem römischen Kreuz. Er starb "damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh. 3,16). "Gott hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt." (2. Korinther 5,21). Jesus hat am Kreuz Gottes gerechten Zorn gegen unsere Sünde von uns abgewendet und auf sich selbst genommen (Röm 3:25).
Am Kreuz hat Jesus die Sünde, den Tod und den Teufel ein für alle mal besiegt. Weil der Gott-Sohn Jesus Christus seinen Auftrag komplett erfüllte und ohne Sünde war, war es dem Tod unmöglich seinen Halt auf Ihn auszuwirken. "Den [Jesus] hat Gott auferweckt und hat aufgelöst die Schmerzen des Todes, wie es denn unmöglich war, dass er vom Tode festgehalten werden konnte." Apostelgeschichte 2,24
Weil Jesus auferstanden ist und lebt, können alle die an Ihn glauben auch auferstehen und leben! In seinem ersten Brief an die Korinther wollte Paulus die Tatsache der leiblichen Auferstehung von Jesus gegen gewisse Irrlehren die in Kornith gelehrt wurden, verteidigen. In dem glorreichen Abschnitt den man im Kapitel 15 wiederfinden kann sagt er, dass es ohne die Auferstehung Christi, keine Hoffnung für uns gibt, da wir dann noch immer in unserer Sünde sind (v. 17). Wenn Christus aber lebt, dann werden wir die an Ihn glauben auch leben. Der Tod wird auch auf uns keine Macht mehr ausüben.
Paulus endet die Verfechtung der Auferstehung mit einem glorreichen Zitat aus Jesaja 25,8 und Hosea 13,14:
"Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?"
Und Paulus schlussfolgert: "Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!"1. Kor. 15,56-57
Für diejenigen die auf Gott hoffen, die durch das kostbare Blut von Jesus Christus mit Gott versöhnt worden sind, ist der Stachel des Todes weggenommen worden und der Sieg des Todes, durch den noch viel größeren Sieg unseres Heilands, Jesus Christus, besiegt worden. Durch Ihn können wir ewiges Leben in der Gegenwart Gottes haben.
Sowohl Julias Tante und die Oma meiner Schwägerin setzten ihre Hoffnung komplett auf den unerschütterlichen Sieg Jesus' über die Macht der Sünde und den Tod, und deswegen konnten Sie den Tod furchtlos gegenüber stehen. Der Stachel des Todes, der Sieg des Todes, kann auch in deinem Leben besiegt werden."Glaube an Jesus, den Herrn, und du wirst gerettet werden" Apostelgeschichte 16,31
Dieser Artikel ist in einem Buch von John Piper und Justin Taylor erschienen ("Suffering and the Sovereignty of God"). Das Buch ist eine Zusammenstellung aus verschiedenen Beiträgen zum Thema Leid und die Souveränität Gottes.
Dieser spezielle Beitrag über Krebs wurde von John Piper und David Powlison geschrieben, beide wurden 2006 mit Prostata Krebs diagnostiziert. Sie nennen 10 Punkte wie man seinen Krebs verschwendet und gehen dann darauf ein wie man seinen Krebs zur Ehre Gottes verwenden kann.
Hier die Zehn Punkte von mir frei übersetzt, die Vollversion kann man als PDF runterladen:
1. Du wirst deinen Krebs verschwenden, wenn du nicht daran glaubst dass er von Gott für dich bestimmt ist. 2. Du wirst deinen Krebs verschwenden wenn du glaubst dass er ein Fluch ist und kein Geschenk. 3. Du wirst deinen Krebs verschwenden wenn du in deinen Heilungschancen Trost findest, anstatt von Gott.
4. Du wirst deinen Krebs verschwenden wenn du dich weigerst über den Tod nachzudenken
5. Du wirst deinen Krebs verschwenden wenn du glaubst den Krebs "besiegen" am Leben zu bleiben bedeutet, anstatt Christus mehr zu shätzen. 6. Du wirst deinen Krebs verschwenden wenn du zu viel Zeit damit verbringst über Krebs zu lesen und nicht genügend Zeit damit verbringst über Gott zu lesen.
7.Du wirst deinen Krebs verschwenden wenn er dich in die Einsamkeit treibt, anstatt dass er dich dazu führt durch liebende Zuneigung deine Beziehungen zu vertiefen.
8. Du wirst deinen Krebs verschwenden wenn du trauerst wie die die keine Hoffnung haben.
9.Du wirst deinen Krebs verschwenden wenn du Sünde immer noch so beiläufig betrachtest wie davor
10. Du wirst deinen Krebs verschwenden wenn du es versäumst deinen Krebs als Mittel zu verwenden über die Wahrheit und die Herrlichkeit Christi zeugnis zu geben.
Wir haben schon im letzten Jahr immer wieder Probleme mit Elektrogeräten gehabt. Der Staubsauger hat einfach irgendwann mal den Geist aufgegeben, genauso war es mit der Mikrowelle und zuletzt mit dem Schleuderprogramm der Waschmaschine! Am späten Samstagabend kulminierten unsere "Spannungschwankungen" in einem regelrechten Feuerwerk. Innerhalb von Sekundenbruchteilen wurden alle unsere Sinne von diesem "elektrischen" Höhepunkt erfüllt: wir sahen wie zunächst meine Nachttischlampe ganz komisch flimmerte, dann hörten wir wie im Sicherungskasten im Flur die Sicherungen raus flogen, und kurz darauf roch es in der ganzen Wohnung nach schwellenden, versengten Elektrokabel. Wir hatten uns gerade Schlafen gelegt, waren aber sofort hellwach. Eine Inspektion durch die Wohnung stellte heraus dass der Fernseher, der Kühlschrank, das Netzteil von Julias Laptop, das Ladegerät vom Handy und nicht zuletzt das Netzteil vom W-lan Router alle hinüber waren. Eine wirklich schöne Bescherung!
Wir konnten beide schlecht einschlafen. Wir machten uns Gedanken. Warum musste dass gerade uns treffen? Warum Gott? Ich muss gestehen dass ich eine ganze Weile im Bett lag und an Gottes Souveränität zweifelte! Mir wurde bewusst, dass ich vom Kopf her weiß dass Gott alles in seiner Hand hat und die komplette Herrschaft über alle Ereignisse hat, aber dass in der Praxis meine Reaktion auf Probleme und Schwierigkeiten, diesen Glauben nicht immer wiederspiegelt.
Ich glaube viele von uns glauben an Gottes Güte und seiner Allmacht, so lange alles in unserem Leben gut verläuft. Werden wir jedoch mit Problemen oder gar Leid konfrontiert, dann muss Gott als Schuldiger herhalten! Wenn selbst der Spatz nicht zu Boden fällt, ohne dass der Vater im Himmel es zulässt, wie viel mehr wird der Vater sich um seine Kinder kümmern. Römer 8,28 spricht davon dass alles denen zum Besten dient, die Gott lieben. Wenn wir in Christus sind, wenn wir uns allein auf die Gnade Gottes die durch Jesus offenbart wurde verlassen, dann dient alles zu unserem Besten. Alltagsprobleme, Beziehungstress, Leid, Schmerz und selbst der Tod, all diese Dinge werden uns letztenendlich nicht von der Liebe Gottes trennen und wir können mit dem Apostel Paulus mit einstimmen: "Ja, ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch ´unsichtbare` Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch ´gottfeindliche` Kräfte,weder Hohes noch Tiefes, noch sonst irgendetwas in der ganzen Schöpfung uns je von der Liebe Gottes trennen kann, die uns geschenkt ist in Jesus Christus, unserem Herrn." (Röm 8,38-39)
Diese Gewissheit gibt uns die Kraft auch in den schweren Zeiten nicht in Selbstmitleid, in Depressionen, in Bitterkeit oder in Wut gegenüber Gott zu verfallen, denn wir haben eine Hoffnung die durch das Leid, welches wir in unserer kurzen Zeit auf diesem Globus erfahren, nicht ausgelöscht wird. Und wir können wieder mit Paulus einstimmen:
"Das sind also die Gründe, weshalb wir uns nicht entmutigen lassen. Mögen auch die Kräfte unseres äußeren Menschen aufgerieben werden – unser innerer Mensch wird Tag für Tag erneuert.Denn die Nöte, die wir jetzt durchmachen, sind nur eine kleine Last und gehen bald vorüber, und sie bringen uns etwas, was von unvergleichlich viel größerem Gewicht ist: eine unvorstellbare und alles überragende Herrlichkeit, die nie vergeht." (2. Korinther 4,16-18)
"Danke Gott für das "Elektrofeuerwerk"welches mein Vertrauen auf dich gestärkt hat, und mich gelehrt hat deine Souveränität auch in reellen Lebenssituation an zuerkennen. Danke dass das Leid uns als Christen zum besten dient, und dass eines Tages "diese kleine Last" vorüber sein wird, und wir mit dir in der Herrlichkeit sein werden! Amen"